Ich bin mir nicht sicher, ob ich das, was jetzt kommt, so an alle schreiben sollte - aber eigentlich wäre es Quatsch, es nicht zu tun. Ich hege gerade sehr große Zweifel daran, ob ich tatsächlich hier sein möchte. Mir ist klar, dass das alles noch recht frisch ist, aber ich weiß nicht, wie lange ich noch warten will, dass sich etwas verändert. Mir sind einige Dinge klar geworden, die gerade nicht so sind, wie ich sie mir vorgestellt habe und über die ich in der Planungseuphorie einfach hinweggesehen habe, die aber vielleicht auch zu einem Gelingen hier notwendig gewesen wären.
Ich hatte mir gewünscht, in einer WG zu wohnen, mit anderen zusammen, wo man abends zusammen kocht und ein Bier trinkt oder etwas unternimmt - jetzt sitze ich in einem katholischen Internat in meinem kleinen Zimmer. Kochen kann ich nicht mal für mich selbst richtig, weil es keine Töpfe und kein Geschirr gibt und der Kühlschrank gefriert nur noch... viel wichtiger aber: Ich bin die meiste Zeit einfach allein, Gelegenheiten, jemanden kennen zu lernen, bieten sich wenige. Die beiden, die ich kenne, die hier noch wohnen, scheinen kein großes Interesse an mir zu haben. Ich dachte, in der Vorlesung lerne ich bestimmt jemanden kennen - könnte ich auch, aber niemanden in meinem Alter. Dazu kommt, dass ich eigentlich nicht nach Brixen wollte, das ist aus der Not geboren, weil ich kein Zimmer gefunden habe. Bozen ist einfach die größere Stadt. Brixen ist auch wunderschön, das kann man gar nicht bestreiten. Aber es ist klein, es gibt einfach nicht so viel, ich fühle mich nicht so richtig wohl hier.
Es fällt mir sehr schwer, jeden Tag etwas zu machen, so ganz ohne Termine, ohne die Aussicht darauf, jemanden am Abend zu treffen. Ich war, seit Stefan weg ist, praktisch die ganze Zeit allein und das schlägt mir sehr aufs Gemüt. Ich dachte, ich gehe wandern, erkunde die Umgebung usw. Das werde ich heute auch mal versuchen, aber eigentlich ist mir alles ein Gräuel gerade, was ich allein mache. Das Wochenende mit Stefan war sehr schön, das war ja auch ein Teil des Plans, dass er mich häufig besucht und wir so viel Zeit miteinander verbringen und schöne Sachen unternehmen. Gerade ist es aber er so, dass ich die Tage zähle, bis er wieder kommt, damit ich nicht mehr allein sein muss.
Gerade ist mir eher danach, das hier einfach abzubrechen. Mir ist klar, dass es sein kann, dass es noch einige Zeit dauert, bis ich hier Leute kenne und dass es, vor allem mit den angekündigten Besuchen, noch eine gute Zeit werden kann. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Kraft und die Geduld aufbringen kann, noch so lange - und unbestimmt - zu warten. Ich habe z.B. wieder angefangen, nach WG-Anzeigen zu suchen, es könnte ja sein, dass sich eine Zwischenmiete auftut, vielleicht doch in Bozen. Das kann sein, kann aber auch nicht. Das ist nichts, womit man rechnen kann und insofern Glückssache, darauf sollte man nicht setzen und darauf kann man auch nicht warten. Und dieses momentane Warten kommt mir wie eine große Zeitverschwendung vor. (Zumal ich auch für die Uni nichts auf die Reihe bekomme gerade...)
Ich ärgere mich, weil das wieder so eine typische Anna-Sache ist: Erst euphorisch alles planen und am Ende - ziemlich schnell - aufgeben, weil es anders kam, als gedacht. Andererseits, ich glaube, mein Rat an einen anderen, der mir das gerade geschriebene erzählt, wäre der, doch einfach zurück zu kommen. Ist ja keine Schande. Und wenn mir eines in den letzten zwei Wochen klar geworden ist, dann, wie schön ich mein Leben in Fürth finde. Den Ort, an dem ich lebe, meine Freunde, meine Arbeit... Ein bisschen Angst habe ich schon auch davor, heimzukommen. Das fühlt sich natürlich auch nach großem Scheitern an.
Wie gesagt: Große Zweifel.
Ich hatte mir gewünscht, in einer WG zu wohnen, mit anderen zusammen, wo man abends zusammen kocht und ein Bier trinkt oder etwas unternimmt - jetzt sitze ich in einem katholischen Internat in meinem kleinen Zimmer. Kochen kann ich nicht mal für mich selbst richtig, weil es keine Töpfe und kein Geschirr gibt und der Kühlschrank gefriert nur noch... viel wichtiger aber: Ich bin die meiste Zeit einfach allein, Gelegenheiten, jemanden kennen zu lernen, bieten sich wenige. Die beiden, die ich kenne, die hier noch wohnen, scheinen kein großes Interesse an mir zu haben. Ich dachte, in der Vorlesung lerne ich bestimmt jemanden kennen - könnte ich auch, aber niemanden in meinem Alter. Dazu kommt, dass ich eigentlich nicht nach Brixen wollte, das ist aus der Not geboren, weil ich kein Zimmer gefunden habe. Bozen ist einfach die größere Stadt. Brixen ist auch wunderschön, das kann man gar nicht bestreiten. Aber es ist klein, es gibt einfach nicht so viel, ich fühle mich nicht so richtig wohl hier.
Es fällt mir sehr schwer, jeden Tag etwas zu machen, so ganz ohne Termine, ohne die Aussicht darauf, jemanden am Abend zu treffen. Ich war, seit Stefan weg ist, praktisch die ganze Zeit allein und das schlägt mir sehr aufs Gemüt. Ich dachte, ich gehe wandern, erkunde die Umgebung usw. Das werde ich heute auch mal versuchen, aber eigentlich ist mir alles ein Gräuel gerade, was ich allein mache. Das Wochenende mit Stefan war sehr schön, das war ja auch ein Teil des Plans, dass er mich häufig besucht und wir so viel Zeit miteinander verbringen und schöne Sachen unternehmen. Gerade ist es aber er so, dass ich die Tage zähle, bis er wieder kommt, damit ich nicht mehr allein sein muss.
Gerade ist mir eher danach, das hier einfach abzubrechen. Mir ist klar, dass es sein kann, dass es noch einige Zeit dauert, bis ich hier Leute kenne und dass es, vor allem mit den angekündigten Besuchen, noch eine gute Zeit werden kann. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Kraft und die Geduld aufbringen kann, noch so lange - und unbestimmt - zu warten. Ich habe z.B. wieder angefangen, nach WG-Anzeigen zu suchen, es könnte ja sein, dass sich eine Zwischenmiete auftut, vielleicht doch in Bozen. Das kann sein, kann aber auch nicht. Das ist nichts, womit man rechnen kann und insofern Glückssache, darauf sollte man nicht setzen und darauf kann man auch nicht warten. Und dieses momentane Warten kommt mir wie eine große Zeitverschwendung vor. (Zumal ich auch für die Uni nichts auf die Reihe bekomme gerade...)
Ich ärgere mich, weil das wieder so eine typische Anna-Sache ist: Erst euphorisch alles planen und am Ende - ziemlich schnell - aufgeben, weil es anders kam, als gedacht. Andererseits, ich glaube, mein Rat an einen anderen, der mir das gerade geschriebene erzählt, wäre der, doch einfach zurück zu kommen. Ist ja keine Schande. Und wenn mir eines in den letzten zwei Wochen klar geworden ist, dann, wie schön ich mein Leben in Fürth finde. Den Ort, an dem ich lebe, meine Freunde, meine Arbeit... Ein bisschen Angst habe ich schon auch davor, heimzukommen. Das fühlt sich natürlich auch nach großem Scheitern an.
Wie gesagt: Große Zweifel.
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