In verschiedener Hinsicht: Hier zum ersten Mal etwas zu schreiben und wieder in Erlangen ankommen. Vor einer Woche bin ich zum ersten Mal wieder in meiner Butze in Erlangen aufgewacht und ein bisschen ist es so, als wäre ich auch umgezogen. Immerhin gibt es jetzt eine Dusche, in der man duschen kann (sogar heiß!), durch die Haustür kommt weder Wind noch Regen, von den Fliesen blättert keine Farbe und die sieben Schichten Tapete und Putz an den Wänden wurden durch eine einzige neue ersetzt. Ein bisschen weniger heimelig ist es auch, aber ich habe mein Bestes getan und alle Postkarten und Bilder an Wänden und Tür befestigt. (Und war erstaunt und erfreut, wie viele Karten ich schon bekommen habe, seit ich in Erlangen wohne!) Eine faszinierend kleine Anschaffung hab ich auch gemacht letzte Woche: Ich bin stolzer Besitzer des kleinsten Ofens der Welt (und bekanntlich ist ja fast alles, was eigentlich groß sein sollte aber ganz klein ist, gut). Jetzt kann ich den kleinsten Kuchen der Welt backen - schon ausprobiert - und .... naja, was ich noch damit machen kann weiß ich noch nicht. Für ne Pizza reicht er nicht. Zum Glück.
Ein bisschen schade finde ich es schon auch nicht mehr im Halbfertigen und Halbverfallenen zu wohnen. Nicht mehr in der Schüssel die Haare waschen zu müssen, nicht mehr mehrmals in der Woche vom Stromausfall heimgesucht zu werden, nicht mehr um Duschasyl bei Freunden zu bitten... Jetzt liegt es wieder mehr in meiner Hand, auf welchen "Luxus" ich verzichte und ob ich mich gegen die warme Dusche und für Nur-Haare-Waschen entscheide.
Sehnsüchtig war ich in der letzten Woche auch viel, nach den Menschen, mit denen ich gern zusammen bin und die sich jetzt in der Ferne befinden. Ich lese gern von Christina in ihrem Blog, ich freue mich sehr auf den Besuch bei Peter in Glasgow und Philine und Clemens in Fribourg im November, aber sie fehlen mir hier schon sehr. Einfach den Abend zusammen zu verbringen, zu lachen, zu sprechen... Ein kleiner Trost war der Samstagabend bei Georg, Christinas Freund, zusammen mit ihrer Cousine Anna und seiner Mitbewohnerin. Und Bettina ist auch hier geblieben und hat mich auf einen Kaffee besucht. Aber so richtig ersetzen, kann man vielleicht niemanden. Nur eben neu anfangen....
OnO, du hasts getan.. wie wunderbar. ein stueck daheim in der weiten netzwelt... wunderschoenst, von dir zu lesen. und von deinem ofen. manchmal wuensche ich mir auch einen taschenofen... mal sehen, was da noch kommt. gruess mir meinen freund, und meinen blog, wenn du sie siehst!
AntwortenLöschen-chrissi